Gesellschaftsrecht - Corporate Governance in Belgien - Eine Einführung

Nach jahrelanger Vorbereitung hat der belgische Gesetzgeber das sogenannte Corporate-Governance-Prinzip am 02.08.2002 im belgischen Gesellschaftsrechtsgesetzbuch verankert.

Mit der Vorarbeit für dieses Gesetz wurde zunächst eine Expertenkommission betraut. Sei erhielt den Auftrag, die bestehenden gesetzlichen Bestimmungen im Lichte einer Corporate Governance zu verbessern.

Nicht zuletzt durch die jüngst bekannt gewordenen Unregelmäßigkeiten bei der Buchhaltung bestimmter belgischer Unternehmen, aber auch in anderen Ländern wie z.B. durch die Skandale um ENRON und WORLDCOM in den USA, wurde die Bedeutung dieses Projektes erheblich gesteigert.

Entsprechend dem internationalen Bestreben ein verantwortungsbewusstes und wertschöpfendes Corporate Management zu erreichen, ist somit auch der belgische Gesetzgeber tätig geworden, um die Rahmenbedingungen dafür gesetzlich zu verankern. Verfolgtes Ziel war es auch hier, das Corporate Governance System der Gesellschaften für ihre Anteilseigner in Belgien und auf der ganzen Welt zugänglicher und verständlicher zu gestalten. Gemäß der Einsicht, dass langfristiges Vertrauen nationaler und internationaler Aktionäre ein Schlüsselelement in der positiven Entwicklung der Gesellschaften ist, strebt das Gesetz die nachhaltige Verbesserung der Transparenz was die Aktionärsrechte, die Unternehmensführung- und aufsicht sowie die Rechnungslegungsgrundsätze angeht, an.

Der nachfolgende Beitrag soll einige der einschlägigen Bestimmungen und ihre Auswirkung für die Praxis darstellen.

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