Inhaltsverzeichnis / Content

Editorial

  1. "INVEST – Zuschuss für Wagniskapital" mit Ausweitung der Förderfähigkeit

"INVEST" - Changes in the Government Backed Program for Venture Funding

  1. Steuerrechtliche Hürden für deutsche Startups bei der Kapitalaufnahme in den USA   

Tax Issues for German Startups Looking to US-Investors

  1. Private Equity-Fonds können für Kartellverstöße ihrer Portfolio-Gesellschaften haften – der Fall Goldman Sachs

Private Equity Companies can be Liable for Antitrust Infringements of their Portfolio Companies – the Case of Goldman Sachs

Aktuelle Entscheidungen / Case Law

  1. Drum prüfe, wer sich ewig bindet - Arbeitsrechtliche Fußangeln bei der Bestellung von Datenschutzbeauftragten

Passion is Short, Repentance Long – How to Avoid Legal Pitfalls when Appointing a Data Protection Officer

  1. Ein Preissuchmaschinenbetreiber kann als Störer auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, wenn er Marken durch dauerhafte Generierung von Internetseiten mit Markenbezeichnungen verletzt - Posterlounge I

The Operator of a Price Search Website can be held accountable for Trade Mark Infringements if the Operater Generates Permanent Websites Including the Respective Trademark – Posterlounge

Orrick

  1. Orrick Emerging Companies Practice Group berät 2013 bei Finanzierungen und Transaktionen im Wert von über 7,9 Mrd. USD

 Orrick Emerging Companies Practice Group Closes More Than $7.9 Billion in Client Financings and Exits in 2013 

  1. Upcoming Events

German Valley Week 2014 @ Orrick and WeWork, June 10, 2014, San Francisco

Orrick supports Exec I/O Mobility & Travel, July 2, 2014

  1. Client Alert - Wichtige Änderungen im deutschen E-Commerce Recht treten Mitte Juni 2014 in Kraft

Client Alert - Important Changes in German E-Commerce Law will come into Force Mid June 2014


  1. "INVEST – Zuschuss für Wagniskapital" mit Ausweitung der Förderfähigkeit

Aufgrund der Förderrichtlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft mit dem Titel "INVEST – Zuschuss für Wagniskapital", die am 22. April 2014 in Kraft getreten ist, wurde das bisherige Förderprogramm "Investitionszuschuss Wagniskapital" fortgeführt und ausgeweitet. Dadurch sollen sowohl der Kreis der förderfähigen Start-ups erweitert werden als auch mehr Privatinvestoren Zugang zum Zuschuss erhalten. Die Bundesregierung hat dafür bis 2016 einen Gesamtbetrag von EUR 150 Mio. im Haushalt vorgesehen. Die wichtigsten Neuerungen sind:

  • Erweiterung der förderfähigen innovativen Branchen um Herstellung von technischen Textilien, Oberflächenbehandlung und Wärmebehandlung sowie Medizin- und Zahnmedizintechnik;
  • Einstufung als innovativ, wenn Start-up Inhaber eines Patentes ist oder in den zwei Jahren vor Antragstellung eine Förderung für ein Forschungs- oder Innovationsprojekt erhalten hat;
  • Zulassung auch von abhängigen Unternehmen, wenn das herrschende Unternehmen die Förderkriterien erfüllt;
  • Zulässigkeit von bis zu vier Gesellschaftern beim Investor, solange einer mindestens 50% der Anteile hält;
  • Zulässigkeit von Investoren, deren Gesellschaftszweck Beratung oder Vermögensverwaltung ist;
  • Geplante Steuerbefreiung des Zuschusses.

Praxistipp: Damit sind nun auch Start-ups förderfähig, deren Gründer mehr als 50 Prozent ihrer Geschäftsanteile über eine Beteiligungs-GmbH (Gründer-GmbH) halten.

Nach wie vor darf das Start-up nicht älter als 10 Jahre sein, muss noch ein sogenanntes kleines Unternehmen (< 50 Vollzeitmitarbeiter, < EUR 10 Mio. Jahresumsatz) sein und darf nicht in wirtschaftlichen Schwierigkeiten stecken. Es muss in einer als förderfähig anerkannten Branche tätig sein. Darüber hinaus muss das Start-up über die Förderdauer von drei Jahren seinen Hauptsitz in der EU und mindestens eine Betriebsstätte oder Zweigniederlassung in Deutschland haben und fortlaufend wirtschaftlich aktiv sein.

Praxistipp: Für die Investorenansprache können sich Start-ups vorab vom zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) die Förderfähigkeit bescheinigen lassen.

Die Förderfähigkeit setzt auf Seiten des Investors voraus, dass er oder sie eine volljährige Person ist mit Hauptwohnsitz in der EU. Im Fall der Investition über eine Beteiligungsgesellschaft müssen auch diese und deren Gesellschafter in der EU ansässig sein. Der Investor darf vorher nicht an dem Start-up beteiligt sein. Somit gilt die Fördermöglichkeit also nur für das Erstinvestment, nicht für Folgerunden.

Die Fördergrenze liegt bei Start-ups bei EUR 200.000 pro Jahr und bezogen auf den einzelnen Investor bei EUR 50.000 pro Jahr. Der Investor muss pro Investment mindestens EUR 10.000 investieren.

Praxistipp: Nähere Details zum Programm, Formulare und Richtlinien sind abrufbar über die Förderwebseiten des Ministeriums unter www.exist.de und unter www.bafa.de.

Kontaktieren Sie den Autor: Dr. Albrecht von Breitenbuch  (abreitenbuch@orrick.com).

"INVEST" - Changes in the Government backed program for venture funding

Last year the German Government introduced a program to support venture seed and pre-seed investments into innovative start-ups from private investors. The basic idea was that private investors will get a 20% payback from the Government on their investment if the criteria applicable to investor and start-up are met. In April 2014 the Government re-launched the program which is now called "INVEST". These changes came into effect on April 22, 2014 and are summarized below. German Government has allocated a total of EUR 150 million in funds until 2016 in the official budget. Main changes include:

  • Expansion of the range of innovative industries eligible for the INVEST program to now also include the production of technical textiles, surface and heat treatment as well as medical and dentistry technology;
  • a startup is considered to be innovative if it holds a patent or has, within a period of two years preceding the application for subsidy, received a subsidy or state aid for an R&D or innovation project;
  • a subsidiary company can also be eligible, provided the parent company fulfills the requirements for the subsidy;
  • there can be up to four shareholders, provided one shareholder holds at least 50%;
  • the investor can now also be a corporation whose business purpose is consultancy or asset management;
  • it is planned that the subsidy shall be tax exempt.

 Please note: Thus, a startup whose founder holds more than 50% of the startup through a special purpose vehicle (founder GmbH) is now eligible for the subsidy.

However, the startup may still not be older than 10 years, must fulfill the criteria for SME (< 50 FTE, < EUR 10 million annual revenue) and may not be in financial distress. Further, the startup must operate in an industry that is in general eligible for the subsidy. The startup must have its registered office within the EU with at least one establishment or branch being in Germany for the whole subsidy period of three years and must be operational on a continuous basis.

Please note: Before approaching potential investors, startups can request a statement from the competent Federal Office of Economics and Export Control (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle - BAFA) confirming that the startup is eligible for the INVEST program.

On the other hand, the investor must be at least 18 years old and must have his or her main residence within the EU. If the investor should invest through an investment holdco, such holdco must have its registered office within the EU and its investors must also be resident within the EU. The investor may not already be a shareholder in the startup; the INVEST program applies only to the investor's first investment but not to subsequent investments.

The maximum subsidy amount per startup is EUR 200,000 p.a. and EUR 50,000 per investor p.a. The investor must invest at least EUR 10,000 of his own money per investment.

Please note: For details, guidelines and application forms see the INVEST website under www.exist.de and under www.bafa.de.

Contact the author: Dr. Albrecht von Breitenbuch (abreitenbuch@orrick.com).

  1. Steuerrechtliche Hürden für deutsche Startups bei der Kapitalaufnahme in den USA

Weg über eine amerikanische Gesellschaft führt zur Versteuerung stiller Reserven

Der Trend deutscher Start-Ups zur Kapitalaufnahme in den USA ist ungebrochen. Leider ist dies in vielen Fällen mit deutschen Steuerthemen für die Gründer verbunden.

Dass die USA für deutsche Start-Ups so attraktiv sind, liegt an einer erheblich günstigeren Venture-Capital-Infrastruktur. Der amerikanische Kapitalmarkt für VC-Finanzierungen ist um ein Vielfaches größer als der deutsche; und es werden höhere Bewertungen erzielt. Hinzu treten Faktoren wie eine größere Branchenspezialisierung; Investoren bringen oft größeres Know-how zur weiteren Unternehmensentwicklung oder Exit mit. Je technologiebezogener das Start-up-Geschäftsmodell ist, desto stärker ist der Effekt. Ab einem siebenstelligen Investitionsvolumen ist der US-VC-Markt dem deutschen Markt leider deutlich überlegen.

US-VC-Investoren erwarten grundsätzlich, über bewährte und bekannte Standard-Investitionsinstrumente in eine US-Kapitalgesellschaft (Stichwort: Delaware Inc.) zu investieren. Gründer müssen daher das bisherige deutsche Unternehmen auf die US-Kapitalgesellschaft übertragen. Dieser Akt ist möglich, löst jedoch potentiell deutsche Steuern aus.

In der klassischen Variante eines Anteilstauschs oder ,,Flips'' wird die unternehmenstragende deutsche Gesellschaft durch Anteilsübertragung eine Tochter der US-Gesellschaft, die ihrerseits Anteile an die Gründer ausgibt. Die Anteile an der deutschen Gesellschaft gelten dabei als zum gemeinen Wert, einem Verkehrswert übertragen. Ist dieser Wert höher als ihr Buchwert, der sich bei den Gründern oft genug noch mit deren geringen anfänglichen Einlagen in die Gesellschaft deckt, entsteht in Deutschland ein steuerbarer Gewinn. Das ist vor allem deshalb misslich, weil auch beim folgenden Einstieg des US-Investors an die Gründer selbst regelmäßig kein Geld fließt.

Die klassische Gewinnvermeidung beim Anteilstausch durch sogenannte Übertragung zum Buchwert steht hingegen nicht zur Verfügung. Diese wäre nur beim Flip in eine EU- oder EWR-Rechtsform möglich, also etwa bei der Übertragung von GmbH-Anteilen auf eine niederländische BV. Die USA sind ein sogenanntes Drittland, die Gewinnvermeidung ist ausgeschlossen. Bezüglich des entstandenen Gewinns bestehen allerdings Steuererleichterungen. Bei der natürlichen Person werden nur 60 % des Gewinns versteuert, was bei entsprechendem Gewinn ohne Geldzufluss in vielen Fällen jedoch immer noch prohibitiv wirken wird; bei der juristischen Person werden in vielen Fällen im Ergebnis nur 5 % versteuert. Bei Kleinstanteilen (unter 1%) gelten noch andere Regeln.

Wichtig ist: Die Investment-/Anteilsrelation des US-Investors (zum Beispiel 3 Mill. Dollar für 25 %) taugt bei der Gewinnberechnung in vielen Fällen nicht für die Bewertung der Anteile der Gründer, auch wenn die Finanzverwaltung dies in einer Einfachrechnung oft genug unterstellt. Gerade bei einer frühen Finanzierung ist das Investitionskapital nicht am derzeitigen Unternehmenswert bemessen, sondern finanziert nicht viel mehr als eine Idee. Regelmäßig wird es als Vorzugskapital mit einer Liquidationspräferenz ausgestattet oder hat andere Vorzüge gegenüber den Gründeranteilen. Daran sieht man: Die Gründer profitieren (persönlich) nicht, die mit dem Investor vereinbarte Bewertung reflektiert nicht den Wert des Altunternehmens. Stattdessen ist die Bewertung der Altanteile anhand anerkannter Bewertungsmethoden durchzuführen.

Die Gründer sollten sich daher frühzeitig mit der Strukturierung beschäftigen. Viele Probleme erspart das anfängliche Halten der Beteiligung an der deutschen Start-up-Gesellschaft über eine persönliche Holding. Im Zweifel ist die Vergütung für eine professionelle Bewertung der Gründeranteile vor der Kapitalaufnahme gut investiert. Den Details der künftigen Finanzierung ist besondere Beachtung zu schenken, um die Einfachrechnung der Finanzverwaltung zu widerlegen. Im Einzelfall sollte man über weitere Strukturvarianten nachdenken.

Kontaktieren Sie den Autor: Dr. Stefan Schultes-Schnitzlein (sschnitzlein@orrick.com).

Tax Issues for German Startups Looking for US-Investors

VC-raising through a U.S. entity may result in disclosure of hidden assets

German start-ups still tend to look to the United States when thinking of raising capital. Unfortunately, this can create German tax issues for the founders.

The reason the US is so attractive lies in its much more developed Venture Capital infrastructure. The capital market for VC-financings in the U.S. is by far larger than the German market and valuation is generally higher. Additionally, deeper sectoral diversification often leads to better know-how of investors which can be of much help for further development of the company or for the exit process. The more technology-based a business model of a start-up is the stronger these effects are. As of seven-figure investments, the U.S. VC-market is clearly the superior market.

Generally, U.S. VC-investors want to invest in a U.S. company (most often a Delaware Inc.) through established and familiar investment instruments. Therefore, the German enterprise has to be transferred to a U.S. company first. Such transfer is feasible, but may create difficulties under German tax law.

Typically, shares in the business-carrying German company are transferred to a U.S. company which then becomes the "parent" company and in turn issues shares to the founders (exchange of shares or so-called "flip"). For German tax law purposes, shares in the German company are deemed to be transferred at a fair market value. A taxable gain will arise, if such value is higher than the book value, the latter often still being equivalent to the initial small capital contribution. Taxability of the gain is particularly unfortunate because the founders do not benefit monetarily from the subsequent entry by the U.S. investor – his money goes into the company.

A common mechanism of mitigating the taxable gain in the EU and EEA is a "roll-over" by way of a transfer of shares at book value (e.g. transfer of shares in a German GmbH to a Dutch BV). However, the roll-over regime is not applicable in the case of a flip into a U.S. corporation. Hence, mitigation of the taxable gain is not possible. However, there are some tax reliefs. In case of a natural person only 60 % of the gain is taxable, which may still have a prohibitive effect in many cases, though. A corporation will often only have to pay tax on 5 % of the gain. For holders of minimum participations, other rules again are applicable.

Contrary to what German tax authorities like to believe and allege, the actual taxable gain of the founders as per the above can typically not be valued based on the VC valuation (e.g. $3 million for 25%). Investments on an early stage usual do not reflect an actual company value but rather finance a mere idea. Moreover, such investments are regularly structured as preferred equity which grants preference payments in case of liquidation or other preferences compared to founders' shares. This demonstrates that the founders do not benefit personally from the entry of the investor in a tax relevant way. Instead, transferred shares should be valued in accordance with common valuation methods.

The foregoing illustrates that corporate structuring should be taken seriously and addressed by the founders at an early stage. Much can be achieved by initially interposing a "personal" holding company that holds the shares in the German start-up company. Also, fees for professional valuation of the founders' shares are likely to be well spent. The U.S. investment itself should be looked at to disprove the tax authorities' approach of basing German tax values on the VC valuation. Further structuring options should be assessed on a case-by-case basis.

Contact the author: Dr. Stefan Schultes-Schnitzlein (sschnitzlein@orrick.com).

  1. Private Equity-Fonds können für Kartellverstöße ihrer Portfolio-Gesellschaften haften – der Fall Goldman Sachs

Die Europäische Kommission hat Anfang April gegen Goldman Sachs eine Geldbuße in Höhe von 37,3 Mio. EUR wegen der Kartellbeteiligung einer ihrer Portfolio-Gesell&shy;schaften verhängt. Dies ist eine der bisher wenigen Entscheidungen, in denen ein Private-Equity-Unternehmen für Kartellvergehen eines Beteiligungsunternehmens haftbar gemacht wird. Zwei frühere Fälle wurden außerhalb einer interessierten Fachöffentlichkeit kaum wahrgenommen, weil sie deutlich kleinere Kartelle und international wenig bekannte Investoren betrafen. Mit dem Fall Goldman Sachs unterstreicht die EU nun, dass sie nicht zögert, bei der Verfolgung von Kartellen auch gegen Finanzinvestoren vorzugehen. Anlässlich der Bekanntgabe der Bußgeld-entscheidung hob EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia hervor, dass Unternehmensgruppen bis hin zur obersten Konzernspitze dafür verantwortlich seien, dass das Kartellrecht eingehalten werde. Diese Verantwortung treffe auch Finanzinvestoren; sie müssten sich das Wettbewerbsverhalten ihrer Beteiligungsgesellschaften sehr genau anschauen.

Die Bußgeldentscheidung (Fallnummer 39.610) betraf insgesamt 11 Unternehmen, die sich nach den Ermittlungen der Kommission an einem mehrjährigen Kartell für Hochspannungs-Stromkabel beteiligt hatten. Hierzu gehörte auch der italienische Hersteller Prysmian, dessen Anteile zeitweilig von einem Investmentfonds gehalten wurden, der von Goldman Sachs aufgelegt worden war.

Es entspricht der gängigen Praxis der Europäischen Kommission, Bußgelder wegen Kartellrechtsverstößen auch gegen die Muttergesellschaften der unmittelbar beteiligten Unternehmen zu verhängen, wenn die Mutter auf die Tochter einen "bestimmenden Einfluss" ausgeübt hat. Im vorliegenden Fall gab es zwar keine Anzeichen dafür, dass Goldman Sachs direkt an dem Kartell beteiligt gewesen oder Kenntnis von ihm gehabt hätte. Als Fondsmanager war Goldman Sachs auch nicht selbst an Prysmian beteiligt. Die Kommission stützte ihre Entscheidung jedoch darauf, dass die Investmentbank einen "bestimmenden Einfluss" auf die Unternehmensführung von Prysmian hatte, insbesondere weil sie für wenigstens drei Jahre während der Dauer des Kartells Vertreter in die Geschäftsführung von Prysmian entsandt hatte. Dies genügte nach Auffassung der Kommission für eine Mitverantwortung von Goldman Sachs.

Nach den Ermittlungen der Kommission bestand das Kartell mindestens in der Zeit von 1999 bis zum Beginn ihrer Durchsuchungen im Jahr 2009. Während dieser Zeit gehörte Prysmian zunächst zu Pirelli, bevor es 2005 an den Investmentfonds von Goldman Sachs verkauft wurde. Im Jahr 2007 senkte der Fonds seine Beteiligung auf 43 % und verkaufte sie bis 2010 vollständig. Vor diesem Hintergrund entschied die Kommission, dass Pirelli für knapp zwei Drittel und Goldman Sachs für rund ein Drittel des gegen Prysmian verhängten Bußgeldes in Höhe von EUR 104,6 Mio. haftbar waren (jeweils gesamtschuldnerisch mit Prysmian).

Kontaktieren Sie den Autor: Dr. Till Steinvorth (tsteinvorth@orrick.com).

Private Equity Companies can be Liable for Antitrust Infringements of their Portfolio Companies – the Case of Goldman Sachs

In early April, the European Commission imposed a fine of EUR 37.3 million against Goldman Sachs for the cartel involvement of one of its portfolio companies. This is a rare case where a private equity investment company is fined for antitrust infringements of one of its portfolio companies. Two earlier cases have gone largely unnoticed outside the antitrust community since they involved much smaller cartels and less well-known investors. With this case the EU underlines its willingness to also impose fines against financial investors in its fight against cartels. On the occasion of the publication of the fines, the EU Commissioner for Competition Joaquín Almunia highlighted "the responsibility of groups of companies, up to the highest level of the corporate structure, to make sure that they fully comply with competition rules. This responsibility is the same for investment companies, who should take a careful look at the compliance culture of the companies they invest in".

The decision at hand (Case Number 39.610) concerned eleven companies in total which had, according to the findings of the Commission, participated in a ten-year price-fixing cartel for high voltage power cables. This included the Italian producer Prysmian, which was held for several years by a fund managed by Goldman Sachs.

It is the established practice of the European Commission to hold parent companies jointly and severally liable for antitrust infringements committed by subsidiaries, provided that it can be shown that the parent exercises "decisive influence" over the commercial operations of the subsidiary. In this case, there was no suggestion that Goldman Sachs had any knowledge or was directly involved in the cartel. Also, being a fund manager, the investment bank did not own the shares in Prysmian itself. However, the Commission was able to rely on links between the investment bank and the company's management to find that the former had a "decisive influence" over the latter. In particular, Goldman Sachs had appointed members to Prysmian's board for at least three years while the cartel was operating. For the Commission, this was sufficient to attribute some of the liability for the cartel to Goldman Sachs.

The Commission found that the cartel operated from at least 1999 to 2009, when it conducted dawn raids at the premises of the producers. During that period, Prysmian was initially owned by Pirelli, which then sold the company to the Goldman Sachs fund in 2005. In 2007, the fund diluted its participation to 43% and by 2010 it had sold all of its interests. Against this background, the Commission found that Pirelli and Goldman Sachs were liable (each jointly and severally with Prysmian) for approximately two-thirds and one-third, respectively, of the fine imposed on Prysmian (EUR 104.6 million).

Contact the Author: Dr. Till Steinvorth (tsteinvorth@orrick.com).

  1. Drum prüfe, wer sich ewig bindet - Arbeitsrechtliche Fußangeln bei der Bestellung von Datenschutzbeauftragten

Landesarbeitsgericht Sachsen, Urteil vom 14. Februar 2014, 3 Sa 485/13

Die meisten Unternehmen verarbeiten auf die eine oder andere Weise personenbezogene Daten. Aufgrund der strikten Vorschriften des Bundesdatenschutzgesetzes (BDSG) sind sie bei Erreichung bestimmter Schwellenwerte deshalb verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen. Viele Unternehmen wissen jedoch nicht, dass der Datenschutzbeauftragte gesetzlichen Sonderkündigungsschutz genießt, so dass eine einseitige Trennung später oftmals nahezu unmöglich ist. Vor allem bei neugegründeten Unternehmen werden an dieser Stelle kostspielige aber vermeidbare Fehler begangen. Ein aktuelles Urteil des Sächsischen Landesarbeitsgerichts (Urteil vom 14. Februar 2014, 3 Sa 485/13) zeigt die Risiken für den Arbeitgeber noch einmal anschaulich auf.

Der Arbeitgeber hatte den Kläger als "Consultant" eingestellt und arbeitsvertraglich vereinbart, dass ihm auch "die Aufgabenstellungen eines Datenschutzbeauftragten" zukommen sollten. Allerdings wurde vereinbart, dass die "formale Berufung" erst im Rahmen einer späteren Zertifizierung des Arbeitgebers erfolgten sollte. Es kam jedoch wie sooft anders: Der Consultant wurde bereits während der Probezeit gekündigt, ohne dass er zuvor formal zum Datenschutzbeauftragten bestellt wurde. Der Arbeitnehmer legte Klage ein und machte geltend, die Kündigung sei unwirksam, da er aufgrund seines Amtes als Datenschutzbeauftragter Kündigungsschutz genieße. Gemäß § 4 f Abs. 1 S. 1 BDSG könne ein Datenschutzbeauftragter nur aus wichtigem Grund gekündigt werden, argumentierte er. Der vertragliche Vorbehalt, den Arbeitnehmer erst später zum Datenschutzbeauftragten zu bestellen, sei nicht wirksam, da dadurch die Unabhängigkeit und der Kündigungsschutz des Datenschutzbeauftragten ausgehöhlt würden. Zudem habe er schon Tätigkeiten als Datenschutzbeauftragter wahrgenommen. Ihm könne daher trotz Probezeit nicht gekündigt werden.

Das LAG hat nunmehr jedoch gegen den Arbeitnehmer entschieden und das Vorliegen von Sonderkündigungsschutz verneint. Die arbeitsvertragliche Vereinbarung einer späteren Bestellung zum Datenschutzbeauftragten sei nicht ausreichend, um dem Arbeitnehmer Kündigungsschutz zu verschaffen. Dem Arbeitnehmer komme vielmehr erst nach der formellen Bestellung zum Datenschutzbeauftragten Sonderkündigungsschutz zu.

Das Ergebnis ist positiv für den Arbeitgeber und schlüssig begründet. Allerdings hat das Gericht explizit die Revision zum BAG zugelassen, da es sich um eine rechtliche Frage von grundsätzlicher Bedeutung handelt. Das BAG wird entscheiden müssen, ob die Bestellung eines Datenschutzbeauftragten zeitlich verzögert möglich ist. Es bleibt abzuwarten, wie das BAG diese Rechtsfrage bewertet.

Praxistipp: Der Fall gibt Anlass, noch einmal auf die oftmals unbekannten Fallstricke im Zusammenhang mit der Bestellung von Datenschutzbeauftragten einzugehen. Laut § 4 f BDSG sind Unternehmen u.a. verpflichtet, einen Datenschutzbeauftragten zu bestellen, wenn das Unternehmen mit mindestens zehn Personen personenbezogene Daten automatisiert verarbeitet bzw. mit mindestens 20 Personen mittels manueller Dateien (z.B. Karteien, Formularsammlungen) erhebt, verarbeitet oder nutzt.

Um die Unabhängigkeit des Datenschutzbeauftragten zu schützen, ist in Unternehmen, die zwingend einen Datenschutzbeauftragten bestellen müssen, seine Kündigung oder die Abberufung von seinem Amt laut § 4 f Abs. 3 BDSG nur noch bei Vorlage eines wichtigen Grundes möglich. Dies bedeutet, dass der Datenschutzbeauftragte gegen ordentliche Kündigungen, etwa im Falle einer Restrukturierung, wirksam geschützt ist. Nur bei schweren Pflichtverletzungen ist eine Kündigung möglich. Dies gilt sogar noch nachwirkend für ein Jahr nach dem Ende seines Amtes. Daher sollten Arbeitgeber genau prüfen, wen sie zum Datenschutzbeauftragten bestellen, da eine spätere Abberufung oder Kündigung nahezu unmöglich ist.

Abzuraten ist daher in jedem Fall von der Bestellung eines neu eingestellten Mitarbeiters zum Datenschutzbeauftragten. Der Sonderkündigungsschutz setzt in diesem Fall nämlich unverzüglich ein, so dass der Arbeitgeber keine Probezeitkündigung mehr durchführen kann. Fehler in diesem Bereich können sehr teuer werden, da eine Trennung vom Datenschutzbeauftragten im Zweifelsfall nur gegen Zahlung einer Abfindung möglich sein wird. Empfehlenswert ist daher die Bestellung eines erfahrenen externen Datenschutzbeauftragten, der nicht gleichzeitig Arbeitnehmer ist. Soll es doch ein Arbeitnehmer sein, so kommt eine zeitlich befristete Bestellung in Frage (z.B. für zwei Jahre), um einen perpetuierten Kündigungsschutz zu verhindern. Ob eine solche Befristung tatsächlich rechtlich zulässig ist, ist allerdings noch nicht höchstrichterlich entschieden. Da überzeugende Argumente für die Zulässigkeit einer solchen Befristung sprechen, sollten Unternehmen von dieser Möglichkeit Gebrauch machen, um Risiken zu mindern.

Kontaktieren Sie den Autor: Dr. Ulrich Wahlers (uwahlers@orrick.com).

Passion is Short, Repentance Long – How to Avoid Legal Pitfalls when Appointing a Data Protection Officer

Higher Regional Labor Court of Saxony, February 14, 2014, 3 Sa 485/13

Most companies in some way or another process personal data. Due to the strict regulations of the German Data Protection Act ("Bundesdatenschutzgesetz" – BDSG) companies who reach specific thresholds are obliged to appoint a Data Protection Officer. Most companies are not aware, however, that the Data Protection Officer is protected against dismissal due to statutory law. Therefore, a potential later dismissal of the employee appointed as Data Protection Officer is nearly impossible. Emerging companies are often not aware of these risks and commit costly errors which could have been avoided. A recent court ruling of the Higher Regional Labor Court of Saxony (February 14, 2014, 3 Sa 485/13) clearly shows these potential risks for employers.

What had happened? The employer hired the later claimant as a "consultant" and the employment contract regulated that the employee was to carry out "the tasks of a data protection officer". The contract also stated that the formal appointment as Data Protection Officer would be carried out at a later stage. But things turned out differently: The Company dismissed the consultant before the end of the six month probationary period. The formal appointment as Data Protection Officer was never carried out. The employee did not accept the dismissal and filed a claim for unlawful dismissal. According to the employee, the dismissal was invalid due to his position as Data Protection Officer. Sec. 4 f para.1 sentence 1 BDSG stipulates that the dismissal or revocation from office of a Data Protection Officer requires an important reason. The employee claimed that this regulation applied in his case although a formal appointment had not been carried out. He considered the agreement to appoint him at a later stage as invalid claiming that a postponed appointment would unlawfully compromise the Officer's independence and circumvent the statutory protection of Data Protection Officers against dismissal. Furthermore, the employee claimed that he did carry out tasks which are typical for a Data Protection Officer. As a result, according to the employee, although the probationary period had not ended, a dismissal was not possible due to his condition as Data Protection Officer.

The Higher Regional Labor Court, however, dismissed the employee's claim and denied that he was appointed as Data Protection Officer. According to the court, employer and employee can validly agree that the appointment as Data Protection Officer shall be carried out at a later stage of employment. In such a case, the statutory protection against dismissal is not triggered immediately but only after the formal appointment has taken place.

The court decision is convincing and positive for employers. However, the court explicitly admitted an appeal to the Federal Labor Court (BAG) due to the fundamental significance of the legal problems dealt with in the court ruling. The BAG will have to decide whether it is possible to agree that the appointment as Data Protection Officer shall take place at a later stage of employment. It remains to be seen how the BAG evaluates this legal question.

Please note: This court decision gives occasion to address the often unknown legal risks connected with the appointment of a Data Protection Officer. Pursuant to Section 4 f BDSG companies are obliged to appoint a Data Protection Officer if at least 10 employees carry out tasks related to personal data which is processed automatically or if at least 20 employees are processing personal data manually.

If a company is legally obliged to appoint a Data Protection Officer in order to safeguard his independence, the revocation or dismissal of the Data Protection Officer shall only be possible if an important reason exists, Section 4 f para. 3 BDSG. As a result, the Data Protection Officer is protected against dismissal, e.g. in case of a reduction in force, and can only be dismissed in case of a significant breach of contract. The protection against dismissal shall even continue to apply during a period of one year after the end of his appointment.

Employers should therefore carefully review who is appointed as Data Protection Officer as a later dismissal or revocation from office is nearly impossible. The appointment of a newly hired employee is therefore not recommendable as the protection against dismissal would start immediately and make a dismissal during the probationary period impossible. Picking the wrong person can turn out to be very expensive as a later dismissal of the Data Protection Officer would most probably require a considerable severance payment. Companies can avoid such problems and appoint an experienced external Data Protection Officer who is not an employee. If the company, however, decides to appoint an employee, the appointment should be limited in time (e.g. for a period of two years) in order to avoid a protection against dismissal for an unlimited time. However, the labor courts still have to decide if such an appointment for a limited time is legally possible. As there are good legal arguments in favor of a limited appointment, companies should use this opportunity to mitigate risks.

Contact the Author: Dr. Ulrich Wahlers (uwahlers@orrick.com).

  1. Ein Preissuchmaschinenbetreiber kann als Störer auf Unterlassung in Anspruch genommen werden, wenn er Marken durch dauerhafte Generierung von Internetseiten mit Markenbezeichnungen verletzt - Posterlounge I

OLG Braunschweig, Urt. v. 2. April 2014 – Az. 2 U 8/12

In einem Verfahren vor dem OLG Braunschweig hatte der klagende Berechtigte der geschützten Marke "Posterlounge" den Betreiber einer Preissuchmaschine wegen unerlaubter Verwendung der Marke "Posterlounge" als Metatag im Quelltext seiner Internetseite und bei den Google-Suchergebnissen auf Unterlassung, Auskunft und Schadensersatz in Anspruch genommen.

Der Markeninhaber hatte festgestellt, dass bei Eingabe von "Poster Lounge" als Google-Suchbegriff die Suchergebnisse teilweise auf die Preissuchseite des Beklagten verwiesen. Der Eintrag bei Google nach Eingabe von "Poster Lounge" entstand folgendermaßen: Ein Nutzer der Suchmaschine der Beklagten ruft durch die Verwendung der Suchbegriffe "poster" und "lounge" die Generierung einer Internetseite hervor, die Links zu Angeboten enthält, die diese Suchbegriffe enthalten. Die Sucheingabe findet sich an verschiedenen Stellen im Quelltext wieder, u.a. weil die Sucheingabe des Nutzers auf der Ergebnisseite wiederholt wird. Diese Ergebnisseite bleibt erhalten, auch wenn der Suchende die Suchmaschine der Beklagten bereits wieder verlassen hat. Diese Internetseite mit den im Quelltext hinterlegten Begriffen "poster" und lounge" führt nachfolgend zu den entsprechenden Suchergebnissen bei Google.

Die Klägerin meinte, dass die Beklagte durch ihre Preissuchmaschine ihre Markenrechte verletze. Durch die Verwendung der Zeichen "poster lounge" in ihrem Quelltext und als Metatag beeinflusse sie bewusst das Suchergebnis bei Google zu ihren Gunsten, sofern der Suchmaschinenbenutzer nach der Kombination "Poster lounge" bzw. "poster lounge" suche. Dem hielt die Beklagte entgegen, sie habe gar keine eigene Verletzungshandlung begangen, sondern gebe als Suchmaschinenbetreiberin lediglich die Suchanfrage des Nutzers auf der Ergebnisseite wieder, wozu es notwendig sei, die Begriffe auch im Quelltext zu verwenden, was nach der BGH-Entscheidung "Partnerprogramm" zulässig sei. Die Wiedergabe führe nachfolgend zu Suchergebnissen bei Google.

Das OLG Braunschweig folgte im Wesentlichen der Auffassung der Klägerin. Zwar sei das Speichern der Suchanfrage mit der entsprechenden Trefferliste durch den Betreiber der Preissuchmaschine grundsätzlich erlaubt. Allerdings müsse sich in einem solchen Fall auch der Betreiber der Preissuchseite Markenverletzungen durch auf diese Weise verursachte Treffer in der Trefferliste von Google zurechnen lassen. Der Betreiber der Preissuchseite hafte zwar nicht als Täter sondern nur als Störer, wenn er Prüfpflichten verletze, die in diesen Fällen aber erst entstünden, wenn er auf die Markenverletzung hingewiesen wird.

Kontaktieren Sie den Autor: Dr. Sven Greulich (sgreulich@orrick.com).

The Operator of a Price Search Website can be held accountable for Trade Mark Infringements if the Operater Generates Permanent Websites Including the Respective Trademark – Posterlounge I

Higher Regional Court of Braunschweig, decision of April 2, 2014, file number 2 U 8/12

In this case tried before the Higher Regional Court of Braunschweig, the license holder of the trademark "Posterlounge" brought a lawsuit against the operator of a price comparison website for unauthorized use of the trademark "Posterlounge" as meta tag in the source code of the website and within Google search results, claiming for cease-and-desist order, disclosure and damages.

The plaintiff discovered that search results for the term "Poster Lounge" on Google were linked to the respondent's price comparison website. The process leading to Google search results was as follows: Upon entry of the search terms "poster" and "lounge" on the respondent's website a results page displaying links to offers containing these search terms was displayed. The search terms entered by the user were incorporated into the source code of the website, inter alia, the search terms were repeated on the results page. This results page was preserved even after the user had left the website and, hence, appeared in the list of Google search results upon entry of the search terms "poster" and "lounge".

The plaintiff claimed that the respondent had hereby infringed his trade mark rights. By incorporation of the term "poster lounge" in the source code and as meta tag on his website, the respondent had intentionally influenced the Google search results for the terms "Poster lounge" or "poster lounge" to his advantage. The respondent replied that he had not performed a direct act of infringement himself. Being an operator of a search engine he had merely displayed search requests on the result page. This had required the incorporation of the search terms into the source code which was legitimate according to the "Partnerprogramm"-decision by the German Federal Court of Justice. Displayed search requests would then lead to the Google search results.

The court essentially confirmed the plaintiff's view. While it is the case that the operator of a search engine is allowed to save search requests and to display respective search results, trademark infringements caused by derivative Google search results are nonetheless attributable to the operator. In such cases, the operator of a search engine is not liable as perpetrator but only as interferer (Störer) for failure to comply with his reasonable infringement monitoring duty (Prüfpflicht), a duty that is, however, only triggered upon information of the infringement by the trade mark's owner.

Contact the Author: Dr. Sven Greulich (sgreulich@orrick.com).

  1. Orrick Emerging Companies Practice Group berät 2013 bei Finanzierungen und Transaktionen im Wert von über 7,9 Mrd. USD

Mit weltweit 300 Venture-Capital-Beteiligungen im Wert von 2,6 Mrd. USD und M&A-Transaktionen im Wert von 5,3 Mrd. USD war 2013 ein sehr erfolgreiches Jahr für Orricks Emerging Companies Practice Group und ihre über 1.400 Start-up Mandanten.

Wir haben unseren Mandanten geholfen, weltweit über 2 Mrd. USD Venture Capital einzuwerben.

  •  Highlights in den USA:
    • Asana, BrightSource Energy, DataSift, DrugDev, Fulcrum BioEnergy, Quora, Nest Labs, Optimizely, Pinterest, Stripe und TOA Technologies
    • Zu den größten Finanzierungen gehörten Pinterest (425 Mio. USD), TOA Technologies (72 Mio. USD) und DrugDev (50 Mio. USD)
  • Highlights in Europa:
  • Brainient, Conversocial, Emerging Travel, Erply, Made.com, Moogsoft, Squawka, Travelata und XMOS
  • Zu den größten Finanzierungen gehörten Emerging Travel (25 Mio. USD), XMOS (20 Mio. USD), Moogsoft (8 Mio. USD) und Made.com (4,1 Mio. USD)

Auf Investorenseite haben wir unseren Mandanten geholfen, sich mit über 600 Mio. USD an innovativen Unternehmen zu beteiligen.

  • Highlights in den USA:

Bessemer Venture Partners, Charles River Ventures, Coatue Management, Fidelity Investments, Al Gore's Generation Investment Management, IA Ventures, Intel Capital, Kleiner Perkins und Morgenthaler Ventures

  • Highlights in Europa:

Atomico, EC1 Capital, Frontier Ventures und TVM Capital GmbH

In Zusammenarbeit mit unserem Technology-M&A Team haben wir bei 40 Unternehmenstransaktionen, von denen einige Anfang 2014 bekannt gegeben wurden, im Gesamtwert von 5,3 Mrd. USD beraten.

  • Highlights in den USA:

Zusammenschluss von Elance und oDesk, Verkauf von Xobni an Yahoo!, Verkauf von Goodreads an Amazon, Verkauf von Orchestra an Dropbox, Verkauf von Cue an Apple und Verkauf von Nest Labs an Google

  • Highlights in Europa:

Verkauf von Neolane an Adobe, Verkauf von Lanyrd an Eventbrite, Verkauf von MarketMaker4 an Xchanging plc, Verkauf von Mendeley an Elsevier, Verkauf von Lohmann Animal Health Business durch Anteilseigner der PHW Group an Eli Lilly and Company, Verkauf von JBM JustBook Mobile an Secret Escapes und Verkauf von Shutl an eBay

Wir setzen unseren Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit führenden Unternehmern und besten Start-ups und freuen uns über die Anerkennung, die unsere Mandanten 2013 und 2014 erfahren haben:

  • 10 Orrick Mandanten sind auf der "Forbes 30 Under 30"-Liste der einflussreichsten Start-ups vertreten: Bessemer Venture Partners, Brit + Co., Coinbase, Clever, Humble Bundle, iCracked, Meta, Optimizely, Pinterest, Stripe und Quora.
  • Bei den Crunchies (die "Oscars für Start-ups und Technologie") haben unsere Mandanten Cloud Tiger Media's Upworthy in der Kategorie "Am schnellsten wachendes Start-up" und Zopim Technologies' Zendesk in der Kategorie "Sexiest Enterprise Start-up" gewonnen. Als Zweiter wurden ausgezeichnet Coinbase ("Bestes Neues Start-up 2013") und Visual Supply Company's VSCO Cam ("Best Mobile Application"). Unter den Finalisten waren auch Crowdtilt, Huddle, Mailbox, Nest Protect, Optimizely und Sequoia Capital.
  •  Auch bei den Europas, der renommiertesten europäischen Technologieauszeichnung, gewannen 2013 einige Orrick Mandanten: Atomico, LYST, Mendeley, Seedcamp und Shutl.

Unsere Geschäftsstrategie ist darauf ausgerichtet, die Vordenkerrolle einzunehmen und die innovativsten Köpfe der Branche zusammenzubringen.

  • Mit 70 TOTAL ACCESS Veranstaltungen an der West Coast und in New York haben wir unseren Start-up und anderen Mandanten, sowie befreundeten Unternehmen wie Cardica Technologies, Deloitte, Ernst & Young, Morgan Stanley und Shutterstock eine Plattform zum Kontakte knüpfen geschaffen. Bis heute haben daran bereits über 20.000 Interessenten teilgenommen.
  • Wir kooperieren mit führenden Acceleratoren und Inkubatoren wie Y Combinator und Seedcamp, um die Zusammenarbeit mit den dort entstehenden Unternehmen zu verstärken und neue Innovationen und Chancen zu fördern.
  • In Deutschland unterstützen wir die führenden Konferenzen und Plattformen zur Weiterentwicklung des Ökosystems wie HY! Berlin, Exec I/O, Berlin Hardware Accelerator, und General Assembly.
  • Wir haben außerdem unser U.S. Start-up Toolkit weiterentwickelt, um unseren Start-up Mandanten einen erfolgreichen Start zu ermöglichen.

Kontaktieren Sie den Autor: Dr. Sven Greulich (sgreulich@orrick.com)

Emerging Companies Practice Group Closes More Than $7.9 Billion in Client Financings and Exits in 2013

With 300 VC-backed deals worldwide raising $2.6 billion and $5.3 billion in M&A exits and sales, 2013 was a big year for our Emerging Companies Practice Group and 1,400+ start-up company clients.

Our global team helped our company clients raise more than $2 billion.

  • U.S. highlighted clients & deals:
    • Asana, BrightSource Energy, DataSift, DrugDev, Fulcrum BioEnergy, Quora, Nest Labs, Optimizely, Pinterest, Stripe and TOA Technologies
    • Largest financings included Pinterest ($425 million), TOA Technologies ($72 million) and DrugDev ($50 million)
  • European highlighted clients & deals:
  • Brainient, Conversocial, Emerging Travel, Erply, Made.com, Moogsoft, Squawka, Travelata and XMOS
  • Largest financings included Emerging Travel ($25 million), XMOS ($20 million), Moogsoft ($8 million) and Made.com ($4.1 million)

On the investor side, we helped clients make investments of $600 million in emerging companies.

  • U.S. highlighted clients

Bessemer Venture Partners, Charles River Ventures, Coatue Management, Fidelity Investments, Al Gore's Generation Investment Management, IA Ventures, Intel Capital, Kleiner Perkins and Morgenthaler Ventures

  • European highlighted clients

Atomico, EC1 Capital, Frontier Ventures and TVM Capital GmbH

Working side by side with our technology M&A team, we advised on 40 sell-side exits and sales, including a few announced early in 2014, with an aggregate value of $5.3 billion.

  • U.S. highlighted deals

Elance's merger with oDesk, Xobni's sale to Yahoo!, Goodreads' sale to Amazon, Orchestra's sale to Dropbox, Cue's sale to Apple and Nest Labs' sale to Google

  • European highlighted deals

Neolan''s sale to Adobe, Lanyrd's sale to Eventbrite, MarketMaker4's sale to Xchanging plc, Mendeley's sale to Elsevier, shareholders of PHW Group's sale of Lohmann Animal Health Business to Eli Lilly and Company, JBM JustBook Mobile's sale to Secret Escapes and Shutl's sale to eBay

We focus on work with leading entrepreneurs and the best start-ups and are thrilled by the recognition our clients earned in 2013-2014:

  • Forbes 30 Under 30 list of the most influential start-ups featured 10 Orrick clients: Bessemer Venture Partners, Brit + Co., Coinbase, Clever, Humble Bundle, iCracked, Meta, Optimizely, Pinterest, Stripe and Quora.
  • At the Crunchies (the "Oscars of startups and technology"), our client Cloud Tiger Media's Upworthy won the category of "Fastest Rising Startup", and Zopim Technologies' Zendesk won "Sexiest Enterprise Startup". Runners-up included Coinbase ("Best New Startup of 2013") and Visual Supply Company's VSCO Cam ("Best Mobile Application"). Several other clients made the list of finalists, including Crowdtilt, Huddle, Mailbox, Nest Protect, Optimizely and Sequoia Capital.
  • The Europas, Europe's most prestigious tech awards, also picked several Orrick clients in 2013: Atomico, LYST, Mendeley, Seedcamp and Shutl.

The group's business development strategy is all about thought leadership and making connections among the most innovative thinkers in the sector.

  • We offered 70 TOTAL ACCESS events on the West Coast and in New York, creating networking opportunities for our start-up clients as well as other clients and friends of the firm, including Cardica Technologies, Deloitte, Ernst & Young, Morgan Stanley, Shutterstock and others. Our program has had 20,000+ registrations to date.
  • We continued to partner with leading incubators and accelerators, including Y Combinator and Seedcamp, increasing our interaction with entrepreneurs growing out of those programs and promoting fresh innovation and opportunities.
  • In Germany we support cutting edge conferences and platforms to develop the ecosystem like HY! Berlin, Exec I/O, Berlin Hardware Accelerator, and General Assembly.
  • We also continued to develop our U.S. Start-Up Toolkit and robust legal forms system to help our start-up clients get off the ground.

Contact the Author: Dr. Sven Greulich (sgreulich@orrick.com)

Published In: Antitrust & Trade Regulation Updates, General Business Updates, Finance & Banking Updates, Intellectual Property Updates, International Trade Updates

DISCLAIMER: Because of the generality of this update, the information provided herein may not be applicable in all situations and should not be acted upon without specific legal advice based on particular situations.

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